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paedML® Novell 3.0

Hier erhalten Sie einen ersten Überblick über Features der paedML Novell 3.0

 

Inhalt:

 

Einleitung

Seit der Bekanntgabe, dass in der kommenden paedML Novell 3.0 nicht mehr Novell Netware, sondern der Open Enterprise Server mit SuSE Linux Enterprise Server 9 (OES mit SLES9) als Betriebssystem eingesetzt wird, fragen sich viele Netzwerkberater, ob es sich dabei um eine völlig neue Novell-Musterlösung handelt. Diese Frage kann man nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten, denn der Wechsel des Betriebssystems bringt in der Tat einige Änderungen mit sich.

Dass diese Veränderungen keinen Bruch in der Handhabung und im gewohnten pädagogischen Konzept bedeuten, beschreiben wir in einer Reihe von Artikeln, die ab sofort regelmäßig hier im Portal erscheinen werden.

 

Architektur der paedML® Novell 3.0

Obwohl in der Version 3 SuSE Linux Enterprise Server 9 (SLES9) Netware als Betriebssystem ablöst, gibt es wenig Veränderungen aus der Sicht eines Benutzers, wie Sie aus der Abbildung unten entnehmen können. Alle bekannten Dienste und Tools sind weiterhin vorhanden.

Das in der Abbildung als "pädagogische Oberfläche" bezeichnete Tool baut auf den bekannten Tools von edutools und OSSOS auf und wird in einem späteren Artikel näher vorgestellt.

 

 

 

Abbildung1

Abbildung 1 zeigt den Aufbau der paedML Novell 3.0.

Text

 

Für die Benutzer, also Schüler und Lehrer, ändert sich durch den Umstieg auf OES mit SLES9 nichts. Für die Netzwerkberater bedeutet es zwar eine gewisse Neuorientierung, dafür bringt das neue Betriebssystem der Novell-Musterlösung folgende Vorteile mit sich:

  • Zahlreiche Opensource-Lösungen können nahtlos in die Musterlösung integriert werden. So können Sie zum Beispiel die Lernplattform Moodle ohne große Mühe im Unterrichtsbetrieb einsetzen, denn sie ist bereits installiert;
  • Das System ist zukunftssicher durch die weltweit unterstützte und boomende Linux-Basis.

Dennoch bleibt die Vertrautheit durch die bekannten und verbesserten Novell-Dienste erhalten.

 

Erweiterte Verzeichnisstruktur

Die pädagogische Verzeichnisstruktur der Novell-Musterlösung wurde in der Version 3 so erweitert, dass nun ein Mehrschulbetrieb von Anfang an gewährleistet ist. Dadurch ergeben sich folgende drei Szenarien für den Einsatz der Novell-Musterlösung:

  • Zentral verwaltete Schulen:
    Beispiel: Alle Server stehen in einem Rechenzentrum (OU (= Organisatorische Einheit) DIENSTE). An den Schulen sind dann nur Clients installiert.
  • Dezentral verwaltete Schulen
    Wie bisher: eine Musterlösung pro Schule.
  • Gemischte Konfiguration:
    Es handelt sich um einen Mischbetrieb, in dem Server in einem Rechenzentrum abgebildet werden. An den Schulen können aber dedizierte Server, etwa für Softwareverwaltung und Imaging installiert werden.

 

 

Abbildung2

Abbildung 2 zeigt eine vereinfachte Darstellung der Verzeichnisstruktur.

Erweiterte Verzeichnisstruktur

 

Abbildung3

Abbildung 3 zeigt eine erweiterte Darstellung der Verzeichnisstruktur, die die Konzepte eines schulischen Netzwerks verdeutlicht.

Text

 

 

Die organisatorische Einheit DIENSTE
bildet eine zentrale Verwaltungsstruktur ab. Das kann zum Beispiel ein Serverraum einer Schule oder ein Rechenzentrum
eines Dienstleisters sein.

In der paedML Novell 3.0 werden alle Schulen in der organisatorischen Einheit UNTERRICHT abgebildet.
Dabei bilden wir nur die pädagogischen Strukturen ab. Ressourcen wie Server, Drucker usw. werden in der OU DIENSTE abgebildet.

Skalierbarkeit

Für die paedML Novell 3.0 wird es nicht mehr die bisherige Unterscheidung zwischen Ein- und Zwei-Serverversionen geben. Sie ist so strukturiert worden, dass Serverdienste auf mehrere logische Server verteilt werden.

 

Eine kleine Schule kann zum Beispiel diese Serverdienste auf einer einzigen Serverhardware aufbauen, wobei Webserver und Internetsperre als eine virtuelle Instanz abgebildet werden. Eine große Berufsschule etwa könnte jedoch eine Mehr-Server-Lösung wählen, wobei neben dem GServer03 ein Webserver und ein GroupWise-Server auf separater Hardware realisiert werden.

 

Für alle Schulen ist aber die logische Struktur der verschiedenen Serverdienste einheitlich.

 

Anwendungsverteilung

Die Softwareverteilung erfolgt wie gewohnt durch Novell ZENworks.

 

 

 

Abbildung4

Abbildung 4 zeigt wie die Softwareverteilung in der ML 3 funktioniert.

SheilA

SheilA (Selbstheilende Arbeitsstation) wird ebenfalls wie in den früheren Versionen der Musterlösung durch ZENworks Imaging, aktuell in der Version 7, realisiert.




Abbildung5

Abbildung 5 zeigt wie SheilA in der ML 3 funktioniert. Von einem Basisrechner wird ein Abbild erzeugt, das in einem Vorgang auf mehrere Arbeitsstationen verteilt wird.

Pädagogische Oberfläche

Die pädagogischen Werkzeuge wie zum Beispiel Internet-, Drucker- und Bildschirmsperre werden nun unter einer pädagogischen Oberfläche vereint. Die Lehrer müssen sich dadurch nicht in eine Fülle von Werkzeugen einarbeiten, sondern können sich ganz auf die Gestaltung des Unterrichts konzentrieren.

 

 

Abbildung6

Abbildung 6 zeigt die pädagogische Oberfläche der ML 3, in der die bisherigen Unterrichtstools künftig vereint sind.

Text

 

Neben den in der Abbildung dargestellten Tools, werden noch die Folgenden integriert:

 

Anwendungszuweisung für den Klassenarbeitsmodus;

Klassenlisten erstellen;

Klassen sperren und freigeben.

 

Selbstverständlich werden Werkzeuge für administrative Aufgaben wie zum Beispiel BImport und BPass ebenfalls weiterentwickelt und für die ML 3 optimiert.

 

Fazit

Wie Sie in diesem kurzen Überblick gesehen haben, bietet die paedML Novell 3.0 trotz der technischen Neuerungen weiterhin die gleichen pädagogischen Funktionalitäten, die Sie bereits in den früheren Versionen kennengelernt haben. Diese für Netzwerkberater und Lehrkräfte wichtigen Hilfsmitteln werden zudem in ihrer Handhabung durch eine einheitliche, zentralisierte, pädagogische Oberfläche noch einfacher.

 

Ausblick

In Teil 2 der Artikelserie zur paedML Novell 3.0 beschreiben wir die Verzeichnisstruktur. Dabei erfahren Sie unter anderem mehr über das Rollenkonzept und wofür es genutzt werden kann.

 

ZEN-Novell- Gruppe, 7. Dezember 2006

 

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