Landesmedienzentrum Baden-WürttembergSupport-Netz-Portal

Selbstheilende Arbeitsstation - Imaging in der paedML® Linux

Mit dieser Ausgabe startet die dreiteilige Artikelserie zum Thema "Imaging in der paedML Linux". In Teil 1 geben wir Ihnen einen Überblick über die Systemwiederherstellung mit SheilA. Erfahren Sie hier, wie in der paedML Linux Arbeitsstationen mit wenigen Mausklicks auf einen definierten Zustand zurückgesetzt werden können.

leer

 

 

Teil 1: SheilA - Systemwiederherstellung leicht gemacht

Der Aufbau und die Betreuung eines Computernetzwerkes sind immer mit Aufwand verbunden. Dies beginnt schon mit der Planung der Netzwerk-Infrastruktur. Die Umsetzung und die Einrichtung des Netzwerkes, das heißt Installation von Servern, Clients, Peripheriegeräten sowie das Aufspielen von Programmen oder das Anlegen von Benutzerdaten, benötigt ebenfalls Zeit und Arbeit.

 

Damit der Stolz eines jeden Systemadministrators - ein funktionierendes Netzwerk - nicht von kurzer Dauer ist, bedarf es Strategien, die den Betrieb dauerhaft sicher stellen.

 

Allgemein gilt: Sicherungskonzept für Server und Clients

Serverseitig empfiehlt sich der Einsatz sicherer Passwörter, die Absicherung nach außen durch eine Firewall und das regelmäßige Einspielen von Updates. Des Weiteren ein Sicherungskonzept, durch dass der Dienstleister im Fall eines Datenverlustes auf einen alten Datenbestand zurückgreifen kann.

 

Clientseitig gilt es, Ausfälle von Arbeitsstationen durch falsche Bedienung oder mutwillige Zerstörung der Softwareinstallation zu vermeiden. Hierbei kommt beim Einsatz der paedML Linux das Konzept der Selbstheilenden Arbeitsstationen (SheilA) zum Tragen. Durch den Einsatz von bestimmten Programmpaketen können Rechner mit wenigen Mausklicks auf einen definierten Zustand zurückgesetzt werden, ohne dass eine Neuinstallation notwendig wird.

 

Erstellung von "Images"

So genannte "Images", also die Abbilder von Festplatten, die über das SheilA-Prinzip wieder hergestellt werden können, werden auf einem "Musterclient" erstellt und auf den Server hochgeladen. Von dort aus können Sie das Image auf alle im Netzwerk angeschlossenen Clients herunterladen und ausspielen. Vorteil dieses Verfahrens: ein Programm, das im gesamten Netzwerk verfügbar sein soll, muss nicht einzeln auf die Clients installiert werden, sondern kann mittels eines angepassten Images verteilt werden. Das Gleiche gilt für Updates oder konfigurative Anpassungen der Rechner.

 

Ein wichtiges Element an diesem Prinzip ist das zentrale Speichern und Vorhalten von Benutzerdaten auf dem Server. Wenn eine Arbeitsstation zurückgespielt wird, so gehen unweigerlich alle darauf befindlichen Daten verloren. Daher ist es notwendig, dass Benutzer ihre Daten nicht lokal auf einer Arbeitsstation speichern, sondern zentral in ihrem Homeverzeichnis auf dem Server ablegen. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass jeder Benutzer von jedem beliebigen Rechner in Netzwerk auf die eigenen Daten zugreifen kann.

 

Für das Ausspielen von Clients empfehlen wir Ihnen bei Microsoft Betriebssystemen dringend den Einsatz von "Schullizenzen". Diese ermöglichen Ihnen das Ausspielen einer so genannten "Volumenlizenz" auf eine bestimmte Anzahl von Rechnern (abhängig von dem erworbenen Volumen). Eine Registrierung der Clients, wie sie bei Einzellizenzen notwendig ist, entfällt bei diesem Verfahren. Dadurch müssen Sie Ihre Clients, nachdem Sie diese wiederhergestellt haben, nicht jedes Mal neu bei Microsoft registrieren (Stand: Windows 98, Windows 2000 und Windows XP Professional).

 

Ausblick

Langjährige Nutzer der Linux-Musterlösung werden mit Rembo/mySHN vertraut sein. Die Software war das erste Programmpaket, mit dem SheilA in der paedML Linux verwirklicht worden ist. Hinsichtlich der SheilA-Funktionalität bieten wir inzwischen ein weiteres Produkt an: Das Open-Source Tool LINBO bietet die Funktionen der selbst heilenden Arbeitsstation und kann alternativ zu Rembo in der Schule eingesetzt werden.

In den nächsten beiden Folgen dieser Kurzserie stellen wir Ihnen LINBO vor.

 

 

Roland Walter, 10. Juni 2009

 

Zum KundenloginZum Kundenlogin
Diese Website durchsuchen
KleinMittelGroß Schriftgröße wählen