LINBO verwendet zwei
Image-Typen:
Das Basisimage ist
immer das erste Image, das von einer Betriebssysteminstallation
erstellt wird. Dabei wird ein komplettes Abbild der Partition
erstellt und komprimiert in einem cloop-Container[39] gespeichert.
Das differentielle
Image enthält immer die komplette Differenz zum Basisimage.
Es wird in einer Rsync-Batchdatei[40] gespeichert.
Ist in der Konfigurationsdatei einer
Rechnergruppe eine lokale Cache-Partition definiert, werden
erstellte Images immer zuerst im lokalen Cache abgelegt und dann auf
den Server kopiert. Es jedoch auch möglich das Samba-Share
linbo-repo auf dem paedML-Server als Remote-Cache für die
Imageerstellung zu nutzen. Damit werden Images direkt auf dem
Server erstellt.
Booten Sie den Client, von dem ein Basisimage erzeugt werden
soll und loggen Sie sich auf der Imaging-Seite der LINBO-Oberfläche
ein.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Image
erstellen des Betriebssystems, von dem Sie ein Basisimage
erzeugen wollen. Das Dialogfenster Image
erstellen erscheint.
Markieren Sie den Dateinamen des Basisimages (Erweiterung ist
immer .cloop) im Auswahlbereich und geben Sie
unten im Infobereich einen Kommentar zum Image ein.
Die Schaltfläche Erstellen erzeugt das
Image im lokalen Cache, Erstellen+Hochladen
kopiert die Image-Datei nach der Erstellung automatisch auf den
Server.
Ein Image kann auch nachträglich noch aus dem lokalen Cache
auf den Server hochgeladen werden. Die Schaltfläche Image hochladen
auf der LINBO-Imaging-Seite öffnet den Dialog zur
Image-Auswahl.
Sind mehrere Imagedateien gelistet, muss die gewünschte
ausgewählt werden. Mit OK wird das Hochladen
gestartet. Ist auf dem Server bereits eine Imagedatei gleichen
Namens vorhanden, wird diese nach dem Schema
<Imagename>-<Zeitstempel>.cloop umbenannt. Analog wird
natürlich auch mit differentiellen
Images verfahren.
7.3.3.3.2. Differentielles Image
Damit ein differentielles Image eines Betriebssystems erzeugt
werden kann, muss der Image-Dateiname in der
Gruppenkonfigurations-Datei
(/var/linbo/start.conf.<gruppe>)
eingetragen sein. Das kann durch Zuweisung eines entsprechenden
Wertes an den Parameter Image direkt in der
Konfigurationsdatei geschehen:
[OS] # Beginn einer Betriebssystemdefinition
Name = Windows XP # Name des Betriebssystems
Version = # Version (optional)
Description = Windows XP Prof. SP2 # Beschreibung
Image = winxp-fs.rsync # Dateiname des differentiellen Images (Erweiterung .rsync)
BaseImage = winxp-fs.cloop # Dateiname des Basisimages (Erweiterung .cloop) ...
Oder man trägt den Imagenamen über den Gruppenkonfigurationseditor der
Schulkonsole bei der jeweiligen Rechnergruppe ein:
Klickt man nun auf der Imaging-Seite der LINBO-Oberfläche des
Clients auf die Schaltfläche Image erstellen,
stehen jetzt cloop- und rsync-Image zur Auswahl.
Markieren Sie den Dateinamen des differentiellen Images
(Erweiterung ist immer .rsync) im
Auswahlbereich und geben Sie im Infobereich einen Kommentar zum
Image ein. Die Schaltfläche Erstellen erzeugt
das Image im lokalen Cache, Erstellen+Hochladen
kopiert die Image-Datei nach der Erstellung automatisch auf den
Server.
Denken Sie daran für das neu erzeugte differentielle Image
eine Registry-Patch-Datei
bereitzustellen, falls es sich um ein Image eines
Windows-Systems handelt.
7.3.3.3.3. Spezielle Images
Der Image erstellen Dialog der
LINBO-Oberfläche bietet zusätzlich die Option Images eines Systems
für spezielle Zwecke unter neuem Namen zu erzeugen.
Dazu markiert man im Auswahlbereich die Option
[Neuer Dateiname], wählt den Imagetyp (Basis-
oder differentielles Image), vergibt einen neuen Dateinamen und
versieht das Ganze noch mit einem entsprechendem Kommentar. Wird die
neue Imagedatei auf den Server hochgeladen, kann sie anderen
Rechnergruppen zugeordnet werden.
7.3.3.3.4. Nutzung des Remote-Caches
Bei der Umstellung auf den
Imaging-Betrieb mit LINBO
wird eine Samba-Freigabe namens linbo-repo
eingerichtet, die das LINBO-Server-Verzeichnis
/var/linbo im LAN zur Verfügung stellt. Zugriff
darauf wird nur den Benutzern administrator und linbo gewährt. Diese Freigabe kann als
Cache für die Imageerzeugung genutzt werden. Das ist insbesondere
dann von Nutzen, will man Images von Clients erzeugen, die nicht von
LINBO partitioniert wurden und
daher auch keine lokale Cache-Partition eingerichtet haben.
Der Remote-Cache wird nach dem Schema
//<server-ip>/linbo-repo in die
Gruppenkonfigurationsdatei
(/var/linbo/start.conf.<gruppe>)
eingetragen:
[LINBO] # globale Konfiguration
Cache = //10.16.1.1/linbo-repo # Remote-Cache ...
Der Remote-Cache-Pfad kann selbstverständlich auch über den
LINBO-Gruppenkonfigurationseditor der
Schulkonsole eingetragen werden. Allerdings muss eine
eventuell schon definierte Cache-Partition in eine Daten-Partition
umgewandelt werden, da der Editor das Eingeben eines Cache-Pfades
nur erlaubt, wenn keine Cache-Partition definiert ist.
Das kann jedoch ohne großen Aufwand über das Dropdown-Menü und
die Schaltfläche System ändern erledigt
werden.
Nun ist man in der Lage im globalen Bereich den Cache-Pfad
einzugeben.
Nach Klick auf Änderungen übernehmen
steht den Clients der Rechnergruppe der Remote-Cache zur
Verfügung.