5.2.6. Hardwaretest mit mindi
Mit Hilfe des Tools mindi erzeugt
mondoarchive beim Backup ein bootbares
Restore-CD-Image. Um zu testen, ob bei einem späteren Restore die
Festplatten und Partitionen richtig erkannt werden, ist es
empfehlenswert den Server einmal von einer mit mindi
erzeugten CD zu booten.
Das mindi-CD-Image erstellen Sie einfach mit dem Befehl
# mindi
auf
der Konsole. In der Folge müssen Sie zwei Fragen beantworten. Die Frage
nach dem eigenen Kernel beantworten Sie mit y:
Mindi Linux mini-distro generator v2.0.4-r2045
Latest Mindi is available from http://www.mondorescue.org
BusyBox sources are available from http://www.busybox.net
------------------------------------------------------------------------------
Mindi-BusyBox v1.2.1 (2008.10.20-18:41+0000) multi-call binary
Do you want to use your own kernel to build the boot disk ([y]/n) ?
Danach wird das System analysiert und das ISO-Image erstellt. Die
abschließende Frage nach dem bootbaren USB Image beantworten Sie mit
n.
Analyzing dependency requirements Done.
Making complete dependency list Done.
Analyzing your keyboard's configuration.
Adding the following keyboard mapping tables: Done.
Assembling dependency files...................................Done. ..........
Your mountlist will look like this:
Analyzing LVM...
DEVICE MOUNTPOINT FORMAT SIZE (MB) LABEL/UUID
/dev/sda6 lvm lvm 140003
/dev/sda1 / ext3 9554
/dev/mapper/vg_lml-home /home ext3 lvm
/dev/mapper/vg_lml-var /var ext3 lvm
/dev/mapper/vg_lml-var+spool+cups /var/spool/cups ext3 lvm
/dev/sda5 swap swap 3067
Tarring and zipping the data content... Done.
Making 16384KB boot disk...............udev device manager found
WARNING: No Hardware support for ST20V10
You may ask your manufacturer to contribute to the mindi project
...11709 blocks
............ Done.
In the directory '/var/cache/mindi' you will find the images:-
mindi-bootroot.16384.img
Created bootable ISO image at /var/cache/mindi/mindi.iso
Shall I make a bootable USB image ? (y/[n])
Das mindi-CD-Image finden Sie unter
/var/cache/mindi/mindi.iso. Brennen Sie nun das
ISO-Image auf einen CD-Rohling und booten Sie den Server damit.
Ist der Bootvorgang abgeschlossen, erscheint eine Konsole. Durch
Eingabe des Befehls
# fdisk -l
verschaffen Sie sich einen
Überblick über die gefundenen Festplattenpartitionen. Wenn die
Partitionen (inkl. Backuppartition) nicht so angezeigt werden, wie auf
dem laufenden paedML-Server, wurde wahrscheinlich der
Festplattenkontroller nicht erkannt. In dem Fall kann man durch
Hinzufügen des entsprechenden Treibermoduls in der Konfigurationsdatei
/etc/mindi/mindi.conf unter
SCSI_MODS oder IDE_MODS den
Fehler eventuell beheben. Ein Vergleich der Ausgabe von
# lsmod
des
paedML-Servers mit derjenigen unter mindi hilft
gegebenenfalls bei der Suche nach fehlenden Modulen.
Wichtiger Hinweis
Ein Workaround, der evtl. hilft auf paedML-Systemen der Version
4.0.x Hardware-Probleme beim Restore zu vermeiden, besteht darin die
Konfigurationsdatei /etc/mindi/mindi.conf zu
entfernen, sodass mindi die Hardwarekonfiguration
nach Standardeinstellungen ermittelt. Erstellen Sie, wie oben
beschrieben, ein Mindi-ISO-Image, verschieben Sie jedoch zuvor die
Konfigurationsdatei /etc/mindi/mindi.conf in ein
anderes Verzeichnis, zum Beispiel:
# mv /etc/mindi/mindi.conf /root