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5.2.1. Backupkonfiguration

Die Konfiguration des Backupverhaltens kann entweder direkt in der Datei /etc/linuxmuster/backup.conf, oder als Benutzer administrator über die Schulkonsole (Einstellungen) geschehen. Die Parameter im Einzelnen:

  • backupdevice

    Festplattenpartition oder NFS-Share, auf das gesichert werden soll, wird nach /media/backup gemountet. Beispiele:

    backupdevice=/dev/sdb1
    backupdevice=10.16.1.10:/home/nfs

    Wichtiger Hinweis

    Das Backupgerät darf nicht in /etc/fstab eingetragen sein, da alle dort eingetragenen Dateisysteme bei einer Komplettrestaurierung formatiert werden!

  • restoremethod

    Mögl. Werte: "hd" oder "nfs", je nachdem, ob von Festplatte oder NFS-Share restauriert werden soll. Standard:

    restoremethod=hd
  • ipcop

    Mögl. Werte: "yes" oder "no", je nachdem, ob die aktuellen Einstellungen des IPCop gesichert werden sollen. Es wird ein Archiv ipcop-backup.tar.gz unter /var/lib/linuxmuster-ipcop erzeugt, das beim ersten Start nach einer Vollrestauration bei der Erstellung des IPCop-UML-Images eingespielt wird. Standard:

    ipcop=yes
  • verify

    Mögl. Werte: "yes" oder "no", je nachdem, ob die gesicherten Daten nach dem Backuplauf auf Konsistenz überprüft werden sollen. Standard:

    verify=yes
  • isoprefix

    Wird für die Bezeichnung der ISO-Images und des Backup-Verzeichnisses verwendet. Standard:

    isoprefix=server
  • mediasize

    mondo benutzt ISO-Images als Backup-Container, die bei Bedarf auch auf CD/DVD gebrannt werden können. Diese Option legt die Größe der Images in MB fest. Standard:

    mediasize=4430
  • excludedirs

    Eine kommaseparierte Liste der Verzeichnisse, die nicht gesichert werden sollen. Die Standardeinstellung sollte nicht entfernt werden. Standard:

    excludedirs=/var/lib/uml/ipcop,/var/tmp,/var/cache/apt/archives
  • includedirs

    Eine Komma separierte Liste der Verzeichnisse, die gesichert werden sollen. Wird nichts angegeben (Standard), wird das gesamte Dateisystem gesichert.

  • services

    Mögliche Werte: "all" oder eine Komma separierte Liste der Dienste des aktuellen Runlevels, die vor dem Start des Backups heruntergefahren werden sollen. "all" fährt alle Dienste des aktuellen Runlevels herunter. Nach dem Backuplauf werden die Dienste wieder hochgefahren. Wird nichts angegeben, werden auch keine Dienste heruntergefahren. Die in der Standardeinstellung vorgesehenen Dienste sollten nicht entfernt werden. Standard:

    services=nagios2,postgresql,mysql,slapd,samba,postfix,apache2,opengroupware.org,cyrus21,rembo,saslauthd,clamav-daemon
  • compression

    Kompressionsgrad, mögl. Werte 0-9, der Standardwert 3 ist ein guter Kompromiss zwischen Schnelligkeit und Komprimierung. Wert 0 bedeutet keine Komprimierung. Standard:

    compression=3
  • unmount

    Mögl. Werte: "yes" oder "no", bei "yes" wird versucht das backupdevice nach dem Backup auszuhängen. Das klappt natürlich nur, wenn es nicht noch anderweitig in Gebrauch ist. Standard:

    unmount=yes
  • keepfull

    Mögl. Werte: integer ab 1. Definiert die Anzahl der Vollbackups, die vorgehalten werden. Standard:

    keepfull=1
  • keepdiff

    Mögl. Werte: integer ab 1. Definiert die Anzahl der differentiellen Backups, die vorgehalten werden. Standard:

    keepdiff=3
  • keepinc

    Mögl. Werte: integer ab 1. Definiert die Anzahl der inkrementellen Backups, die vorgehalten werden. Standard:

    keepinc=7

Anmerkung

Alte Backups werden nur gelöscht, wenn das Backup zuvor fehlerfrei durchlief.

Die Backupsets werden in ISO-Dateien in ein Verzeichnis nach dem Schema <isoprefix>/<datum>_full, <isoprefix>/<datum>_diff bzw. <isoprefix>/<datum>_inc auf das Backupmedium gesichert.

Dabei werden die ISO-Dateien nach dem Schema <isoprefix>-1.iso, <isoprefix>-2.iso usw. abgelegt. Die ISO-Dateien dienen als Backup-Container und können ggf. auch auf CD/DVD gebrannt werden, um davon zu restaurieren. Desweiteren wird bei einem Vollbackup das für die Restauration benötigte Bootimage mondorescue.iso im Backupverzeichnis abgelegt.

Im Homeverzeichnis des Benutzers administrator wird ein Link _backup zum Mountpoint /media/backup des Backupmediums angelegt, sodass er in der Lage ist, ISO-Images von einem Client aus auf einen Rohling zu brennen. Dazu muss jedoch das Backupmedium gemountet sein.

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